K12 GALERIE | ATTERSEE - MICHAEL VONBANK >Das grosse Zweiern< | Gemeinschaftsarbeiten 2005-2012 | Pressedownload
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"Das Katzenschauen" | Attersee/Vonbank | Das grosse Zweiern | 50x70 cm | Mischtechnik auf Karton | 2005/08 "Hahnlicht" | Attersee/Vonbank | Das grosse Zweiern | 50x70 cm | Mischtechnik auf Karton | 2002/05 "How Time Slips Away " | Attersee/Vonbank | Das grosse Zweiern | 50x70 cm | Mischtechnik auf Karton | 2012/12 "Russisch" | Attersee/Vonbank | Das grosse Zweiern | 50x70 cm | Mischtechnik auf Karton | 2005/08
Pressetext

ATTERSEE / MICHAEL VONBANK
„Das große Zweiern“ - Gemeinschaftsarbeiten 2005-2012

Eröffnung der Ausstellung: Dienstag, 17. Juli, 17 – 20 Uhr Dauer der Ausstellung: 17. Juli bis Ende August 2012Unter dem Titel „Das große Zweiern“ präsentiert die K12 Galerie Gemeinschaftsarbeiten von Christian Ludwig Attersee und Michael Vonbank. In den Jahren 2005 bis 2012 schufen die beiden Künstler eine 30-teilige Bilderserie von Ölkreide- und Acrylzeichnungen im Format 50 x 70 cm, die jeweils zur Hälfte von Christian Ludwig Attersee und Michael Vonbank gestaltet wurde. Vonbank begann mit den Arbeiten 2005 und Attersee ergänzte seine Bildhälften in den weiteren Jahren. Die beiden Künstler ergänzen sich ideal, die Arbeiten wirken, als ob beide Künstler gleichzeitig am Bild gemalt hätten, die Wirkung der komplexen Bildhälften wird in den Gemeinschaftsarbeiten verstärkt und dadurch noch intensiver. Die beiden Künstler lernten sich Anfang der 90er Jahre an der Hochschule für angewandte Kunst kennen. Michael Vonbank hat in den Jahren 1991 bis 1995 in der Meisterklasse von  Christian Ludwig Attersee Malerei und Grafik studiert und sein Studium mit Auszeichnung beendet. Die beiden Künstler verbindet nicht nur eine fruchtbare Lehrer/Schüler/Künstler-Beziehung und eine jahrzehntelange Bekanntschaft, sondern auch der künstlerische Zugang sowie wesentliche Elemente ihrer künstlerischen Arbeit. Die Bilder von Christian Ludwig Attersee und von Michael Vonbank sind jeweils komplexe Bedeutungsgefüge, in den Arbeiten beider Künstler dominiert die Ambivalenz. Das Doppelsinnige und Widersprüchliche, das Unbestimmbare und Zwiespältige ist jeweils Teil des Bildrätsels, die Bedeutungsentscheidung liegt beim Betrachter selbst. In den Gemeinschaftsarbeiten wird die Wirkung der komplexen Bildinhalte der einzelnen Bildhälften noch potenziert. So steht im Bild „Das große Zweiern“ reifes Obst neben wartenden Hunden und einer Katze, im Bild „Das errötende Ei“ gesellt sich ein Haus im Ei zu Nixen und Fabelblumen oder Katzen schauen in die Urlandschaft von Meister und Künstlersohn. Im Bild „Hahnlicht“ schwängert ein Fisch die bunte Tierwelt Vonbanks und entrückt weit weg in Attersees Gestaltenwelt. Das Gesamtbild, die Stimmung der Arbeiten ist heiter und erotisch.Neben der Ambivalenz der Bildinhalte ist ein zentrales gemeinsames Merkmal in den Arbeiten der beiden Künstler noch auffälliger und prägender: Die Bedeutung der Farbgebung. Christian Ludwig Attersee gilt als „einer der bedeutendsten Koloristen der zeitgenössischen Malerei überhaupt. Sein Verständnis für Farbe und sein Umgang mit ihr können unbeschadet in den Wettstreit mit den größten Koloristen des 20. Jahrhunderts treten“ (Zitat: Ingried Brugger). Ebenso wie bei Christian Ludwig Attersees spielt im Werk von Michael Vonbank die Farbgestaltung eine zentrale, wenn nicht sogar die wesentliche Rolle in seiner Arbeit. Dabei geht es auch hier nicht um reine Ästhetik oder Dekoratives, sondern ebenso wie bei Attersee das „eisige Blau durch ein warmes Ocker gebrochen wird“ und dadurch „das Dekorative immer schon in Frage gestellt wird durch irritierende…Einsprengsel“ (Ingried Brugger), so wird der Farbbruch in den Arbeiten von Michael Vonbank zu einem zentralen, Bedeutung generierenden Stilelement. Über Michael Vonbank sagt Christian Ludwig Attersee: „Sein bloßes Hantieren mit Luft vor seinen Augen wird bei ihm zu einer Unzahl farbiger Vielfalt wie Tanz, Literatur oder Musik und zeigt sich auch als gewaltiges Bild-Theater. Von seinen Bildern aus Wahnsinn im Rest von Kindlichkeit und gleichzeitig auch aus Raffinesse eines intelligenten Bildbauers, der von sich aus in unsere Welt Malerei hinein hackt, ist Einmaliges und Großes zu erwarten. Dass es sich auch finden lässt, zeigt diese Ausstellung.“Über Christian Ludwig Attersee sagt Michael Vonbank: “Er ist ein Weltenwanderer. Er tüftelt und erntet. Sein Werk erschöpft sich über das Universum und er offenbart uns die Schönheit von Malerei, Dichtung und Musik. Auch in der Oper und im Theater weiß er seine Weisheit auszuschöpfen, dem Verzehrenden zum Genuss. Ein Schaffen, das mit Wissen besetzt ist, ein Kosmopolit und ein Überbrücker der Gegensätze, sowohl in Malerei, Dichtung, Musik, Oper und Theater.“Zitate aus dem Beitrag: “Attersee und die Kunst nach 1960“ von Ingried Brugger, veröffentlicht im Katalog: „Don Giovannis Wetter“ - Christian Ludwig Attersee. Bilder 1992 – 2002, Stedelijk Museum Amsterdam, 2002

Bio
ATTERSEE
Der unter dem Namen Attersee als Pop Art- und Aktionismuskünstler bekannt gewordene Christian Ludwig wird im August 1940 in Preßburg, dem heutigen Bratislava, geboren. Attersee verbringt seine Jugend in Aschach an der Donau, in Linz und am Attersee. Christian Ludwig macht sich als Jugendlicher einen Namen als hervorragender Segler. Er gewinnt zahlreiche internationale Regatten und nimmt auf Grund seiner Segelleidenschaft schließlich das Pseudonym Attersee an.
Wetter und Wasser zählen bis heute zu den Hauptthemen seiner bildnerischen Arbeit. Attersees künstlerisches Schaffen beginnt 1951 mit dem Schreiben von Romanen, Liedern und dem Entwerfen von Bühnenbildern.
Attersee studiert ab 1957 Bühnenarchitektur an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Ab 1959 schließt sich ein Studium der Malerei an, das er 1963 erfolgreich beendet. Ab Mitte der 1960er Jahre entstehen die für Attersee typischen Objekterfindungen wie "Speisekugel" und "Speiseblau" oder das "Attersteck".
Attersee beginnt diese Gegenstandserfindungen auf Leinwandbildern und Farbzeichnungen festzuhalten. Objektaktionen in Galerien, auf Bühnen und in Fernsehfilmen begleiten diese. Attersee ist befreundet mit Günter Brus, Hermann Nitsch, Walter Pichler, Dieter Roth, Dominik Steiger und Oswald Wiener. Mit ihnen arbeitet Attersee zeitweise auch zusammen.
Ein Stipendium des Akademischen Austauschdienstes führt Attersee 1971-72 nach Berlin. Dort entsteht der Zyklus "Segelsport". Attersee gilt als einer der vielfältigsten Künstler Österreichs.
Neben seiner Tätigkeit als Maler tritt er auch immer wieder als Musiker, Schriftsteller, Objektmacher und Designer in Erscheinung. Er produziert Filme und entwirft Bühnenbilder. Attersee nimmt an zahlreichen internationalen Ausstellungen teil. Zu seinen wichtigsten Ausstellungen gehören die "documenta VI" 1977 in Kassel und die Biennale in Venedig 1984. Dort gestaltet Attersee den österreichischen und ersten internationalen Pavillon.
Anfang der 1980er Jahre ist der Künstler zudem mit seiner Werkschau "Attersee Werksquer" in zahlreichen Museen und Kunsthäusern Österreichs und Deutschlands zu sehen.
Attersee wird 1990 als außerordentlicher Professor an die Hochschule für angewandte Kunst in Wien (Meisterklasse für experimentelles Gestalten) berufen. 1992 wird er zum ordentlichen Professor für die Meisterklasse Malerei, Animationsfilm und Tapisserie ernannt. 1993 findet im Gemeente Museum Den Haag eine retrospektive Einzelausstellungen statt. Eine weitere folgt 1997 in der Grafischen Sammlung Albertina in Wien. Der Künstler lebt und arbeitet in Wien, in St. Martin an der Raab im Burgenland und am Semmering.

Bio
MICHAEL VONBANK
Geboren am 22. Juli 1964 in Bludenz/Vorarlberg
1986 Beginn der künstlerischen Tätigkeit (Malerei und Literatur)
1991–1995 Studium an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien,
Meisterklasse Christian Ludwig Attersee (Diplom der Malerei mit Auszeichnung)
1995–1996 Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien, Bildhauerei,
Meisterklasse Bruno Gironcoli

Preise und Auszeichnungen
2003 und 2004
Nominierung zum Georg Eisler Preis der Bank Austria Creditanstalt
1995
Preisträger beim Siemens-Wettbewerb Art Network der Meisterklasse Christian Ludwig Attersee
Preis des Landes Tirol für die Diplomarbeit der Malerei Mensch, Tier, Dämon. Die Kehrseite meines Seins
1991
Preis der Creditanstalt Bankverein beim 22. österreichischen Grafikwettbewerb

Ausstellungen
2008
Somewhere in Europe, Galerie K 12, Bregenz (E)
Somewhere in Europe, Galerie Kunst und Handel, Graz
Viennafair, Kunstmesse Wien 2008, Galerie Heike Curtze, Wien–Berlin
Somewhere in Europe, MAK Nite, Museum für angewandte Kunst, Wien
KargART Video Festival, Istanbul
Art & Absinth, Galerie K12 Bregenz
2007
Schauraum Kunstraum Graz, Galerie Kunst u. Handel
Grazer Kunstsalon, Kunstmesse Graz, Galerie Kunst und Handel
Cologne Fine Art, Kunstmesse Köln, Galerie Kunst und Handel
100 Jahre Ernest Dichter, Interventionen im öffentlichen Raum, Grundstein Wien
Spannungsfelder, Galerie Heike Curtze, Salzburg
Neue Malerei, Masc Foundation, Wien
Viennafair, Kunstmesse Wien 2007, Galerie Heike Curtze, Wien–Berlin
Der Sexte Sinn, Galerie K12, Bregenz (E)
Springtime, Galerie H17, Wien
St-art, Kunstmesse Straßburg, Galerie Kunst und Handel, Graz
2006
15 Jahre Pokerrunde, Pokerperformance, Casino Graz
Faces, Galerie Aller Art, Remise Bludenz, (E)
Crescendo, Galerie Heike Curtze, Salzburg
Men in Black, Galerie Heike Curtze, Wien (E)
sweet dreams, Galerie Kunst und Handel, Graz (E)
Viennafair, Kunstmesse Wien 2006, Galerie Heike Curtze, Wien–Berlin
Kreuz verspeisen, Masc Foundation, Wien
Kunst Köln, Galerie Kunst und Handel
Galerie 422, Gmunden, Oberösterreich
2005
Galerie Parthl, Leibnitz, Steiermark
37. internationale Messe für Kunst- und Antiquitäten, Hofburg, Wien
Hand und Fuß, Kloster Pernegg, Niederösterreich
Viennafair, Kunstmesse Wien 2005, Galerie Heike Curtze, Wien–Berlin
Soho in Ottakring, Kunstfestival, Wien
Drei Generationen österreichisch-böhmischer Kunst, Curhaus St. Stephan, Wien
Spring 2005, Galerie Kunst und Handel, Graz
Kunst Köln 2005, Galerie Kunst und Handel
Ich & Du, Galerie Heike Curtze, Wien-Berlin (E)
2004
Galerie Kunst und Handel, Graz
Kunst Wien 2004, Galerie Kunst & Handel, Graz
Art position, Jahresrückblick 2004, Wien
Ohne Leinwand, Galerie Masc Foundation, Wien
Kunst Köln 2004, Galerie Kunst & Handel
Affen im Fischernetz, Galerie Stadtbild, Wien (E)
2003
Galerie Masc Foundation, Wien
2002
Soho in Ottakring, Kunstfestival, Wien
2001
Visionen, Galerie Masc Foundation, Wien
Soho in Ottakring, Kunstfestival, Wien
2000
Über Malerei II, Galerie Heike Curtze, Wien
Galerie Kunst & Handel, Graz
Cultural Sidewalk, Gumpendorf, Wien
Observationen, Galerie Heike Curtze, Wien (E)
1999
Galerie 422, Gmunden
1997
Die Spur durch 11 Jahre – ein Gesicht? Galerie am Mölkersteig, Wien (E)
Kleine Reprise 1991–1996, Galerie im Andechshof, Innsbruck (E)
1996
Aphrodite. Zweckform und Eissalon, Galerie Heiligenkreuzerhof, Wien
New Orleans Club, Graz
Ich bin krank, Arkadenhof des Wiener Rathauses
1995
Art Network, Galerie Ernst Hilger, Wien
1993
Jeunesse musicale – Bilder einer Ausstellung, Wien
Zierschlacht, Heeresgeschichtliches Museum, Wien
1992
Galerie der Stadt Innsbruck im Andechshof, Innsbruck
1991
Seelenreisen, Innsbruck
22. Österreichischer Grafikwettbewerb, Ausstellung der Preisträger in den österreichischen Landeshauptstädten
22. Österreichischer Grafikwettbewerb, Ausstellung der Preisträger im Museum Ferdinandeum, Innsbruck
Galerie Bertrand Kass, Innsbruck
1990
Bilder der Seele, ORF-Landesstudio Tirol, Innsbruck
Galerie Reindl, Innsbruck (E)

Dichtung und Musik
2008
MAK Nite, Museum für angewandte Kunst, Wien
2000
Cultural Sidewalk, Lesung, Wien
Please + Thanks, Live-Improvisation und Gesang, gemeinsam mit J. Neuhuber, Th. Pfeffer; CD-Produktion: David Ebmer
1997
Galerie am Mölkersteig, Lesung, Wien