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WERNER
MARX BOSCH
*1963 Lustenau / Austria / EU
www.marxx.cc
1979-88 Studium
an der Universität für Angewandte Kunst in Wien
Meisterklasse
für Gestaltungslehre und Bildnerische Erziehung (Prof. Peter Weibel)
- Lehramt
Meisterklasse für Werkerziehung (Prof. Wilhelm Cermak) - Lehramt
Meisterklasse für Grafik (Prof. Oswald Oberhuber) - Diplom
1988 - seit
88 freischaffender Maler und Kunstpädagoge
seit 2003 Leiter der K12 GALERIE Bregenz
Ausstellungen:
1982
+ Universität
für angewandte Kunst in Wien (Gruppenausst.)
1983
+ Galerie
Hollenstein, Lustenau
+"Tischgespräche" Universität für angewandte
Kunst Wien
+ "Miniprints International", Taller Galleria Fort Barcelona
(Katalog)
+ Katholische Hochschulgemeinde Wien
+Tabakmuseum Wien (Gruppenausst.)
1984
+ "Orwell"
und die Gegenwart", Museum des 20. Jahrhunderts Wien (Katalog,
Gruppenausst.)
+ Hypo-Bank Kunstpreis Bregenz, 2.Preis
+ "100.000", Malerei, Galerie Neufeld Lustenau 1986
+ "Das transfragmentarische Orbitalmanifest", Hochschule für
angewandte Kunst Wien
1988
+ "Säulen
des täglichen Übergangs", Künstlerhaus Palais Thum
und Taxis Bregenz (Gruppenausst.)
1989
+ Künstlerische
Ausgestaltung des Mehrzweckgebäudes Feldkirch, Ankaufspreis
+ "Par Distance", Urart Sanat Galerisi Istanbul, zusammen
mit Tuncay Boztepe (Katalog)
+ "Art-Registered Trademark", Künstlerhaus Palais Thum
und Taxis Bregenz (Katalog)
+ 2. Internationale Biennale Istanbul 1989 (Katalog)
1991
+ "Multiplex",
Kaplanhaus Dornbirn (Gruppenausst.)
1992
+ "Hommage
an Angelika Kauffmann", Liechtensteinische Staatiche Kunstsammlung
Vaduz (Katalog)
1993
+ "Omaggio
a Angelika Kauffman", Palazzo della Permanente Milano (Katalog)
1996
+ "Essay
1000", Galerie Lisi Hämmerle Bregenz (Gruppenausstellung mit
Nitsch, Oberhuber, Weibel, Lixl, Franzobel, Sauter, Bressnik, Mörth)
CD-Rom, Kuratiert von CeCe Sauter und Werner Marxx Bosch
1998
+ "Nova",
Factor-y Lustenau, Fotografie/ Himmelsstiege (Skulptur)
1999
+ "Meilensteine", Kunst im öffentlichen Raum, Grenzübergang
Feldkirch-Tisis - Fürstentum Liechtenstein Schaanwald
2000
+ "Das Linienbuch", 100 Computerzeichnungen, CD-Rom
+ Pirgi / Chios (GR), Foto-Cd
+ Hypo-Bank Kunstpreis Bregenz, Ankaufspreis
2001
+ Werkkatalog auf CD-Rom
+ Portraits
2002
+ V.I.P-Very
Important Portraits, Computerzeichnungen
2003
+ “K12 Bodensee Artclub”, Gründung des K12 Bodensee Artclubs
+
“K12 Galerie”, Gründung der K12 Galerie Bregenz in der Kirchstrasse 12
2005
+ “Transfragmentarische Raumkonstruktion”, Polyptychon, K12 GALERIE, Bregenz
+ Geburt des Sohnes Levi Marx
2006
+ Gründung der EDITION K12
2007
+
Tätigkeit als Kurator diverser Ausstellungen.
2008
+
Zusammenarbeit mit Daiki Wakachi am Projekt „Bloodcube HB1+2” (live Performance mit menschlichem Blut)
2009
+ „Portrait”, Beteiligung an der Ausstellung der Berufsvereinigung der bildenden Künstlerinnen und Künstler Vorarlbergs
2010
+ „Orbitalheads”, Kunstbuch mit einem Text von Peter Weibel
Werke sind im Besitz öffentlicher und privater Kunstsammlungen.
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WAREN UND ZEICHEN
(Peter Weibel über Marxx)
In den vergangenen Jahrhunderten war die Differenz zwischen Bild und
Objekt ein malerisches Problem, das entweder illusionistisch, z.B. im
Trompe-L´Oeil, oder tautologisch wie bei den Flaggen- und Zielscheiben-Bildern
von Jasper Jones gelöst wurde.
Gegenwärtig
ist es nicht mehr der Konflikt zwischen Objekt und Bild allein, an dem
sich die die Malerei reibt. Das Material der Malerei sieht sich einer
neuen Bedrohung gegenüber; der Immaterialität der elektronischen
Medien.
Die Differenz zwischen
Malerei und Medien ist also ein gegenwärtiges malerisches Problem,
das nach einer Lösung ruft. Werner Bosch ist ein zeitgenössischer
Maler der diesen Ruf vernimmt.
In dieser Kluft
zwischen Malerei und Medien, zwischen Materialität und Immaterialität,
ist es ein Versuch, Brücken zu schlagen, deren ästhetische
Strategien die kritische Negativität und die spielerische Spiritualität
sind, die von je her das Wesen der Kunst bestimmt haben.
Dies gerade in einem
historischen Augenblick zu tun, wo die industrielle Warenflut die Welt
der Objekte vollends zu überschwemmen droht und die mediale Hyperrealität
der Warenzeichen das Universum der Symbole zu verdecken scheint ist
eine heroische Anstrengung, weil es gilt, im Dunkel aus der Finsternis
selbst das Licht zu formen, so groß ist nämlich allerorten
die Konfusion.
Bosch folgt dabei
eher den kartesianischen Koordinanten in rationalen Collagen einer wahnwitzigen
Realität, sozusagen einer auseinanderbrechenden Irrealität.
Er hält uns die Abwertung vor Augen, die alle Werte und Zeichen,
alle Formen und Farben erfahren, wenn sie in die universale Pornografie
der Warenwelt zyklisch eingespeist werden.
Er versucht allerdings
nicht die Malerei auf eine historisierende Weise durch Rückgriffe
auf traditionelle Formen reinzuwaschen, sondern ausgehend von dem Wissen,
dass wir aus dem Paradies der reinen Farben und Formen im Zeitalter
der industriellen Reproduktion längst vertrieben sind, beschäftigt
er sich mit der Befleckung der Malerei, welche diese durch die Medien
erfahren hat.
Umgekehrt verlieren
die Medien an Bedrohung, wenn die Malerei deren Immaterialität
(und deren Folgen) auf sich nimmt.
Peter Weibel
1989
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